ESF-Programm zur Eingliederung Langzeitarbeitsloser

Viele langzeitarbeitslose Menschen wollen gerne wieder arbeiten. Sie sind motiviert sowie dankbar, wenn Sie die Chance erhalten, wieder in das Berufsleben zurückkehren zu können. Nutzen Sie als Arbeitgeber die Chance, motivierte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu gewinnen, die sich mit Ihrem Betrieb identifizieren und dank unserer Unterstützung zunehmend zur Wertschöpfung Ihres Unternehmens beitragen.

Das Jobcenter Gießen beteiligt sich am ESF-Bundesprogramm zum Abbau von Langzeitarbeitslosigkeit. Dieses wird durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und den Europäischen Sozialfonds gefördert. Dem Jobcenter Gießen steht dadurch ein ganzes Bündel an Maßnahmen zur Verfügung.

Extra für dieses Projekt abgestellte Betriebsakquisiteure sind ab sofort im Landkreis unterwegs, um mögliche Arbeitgeber gezielt für das Engagement für Langzeitarbeitslose zu gewinnen. Zu ihren Aufgaben zählt ebenso, die Unternehmen zur Schaffung von möglichen Beschäftigungsmöglichkeiten der Langzeitarbeitslosen, zur Ausgestaltung des passenden Arbeitsplatzes und zu Fördermöglichkeiten und –modalitäten zu beraten. Diese bestehen vorrangig aus gestaffelten Lohnkostenzuschüssen, die bis zu 24 Monate – bei Intensivfällen 36 Monate – lang gewährt werden, um individuelle Minderleistungen der Bewerber auszugleichen.

  • Förderfähig sind Arbeitslosengeld II-Bezieher, die mindestens 35 Jahre alt und seit mindestens zwei Jahren arbeitslos sind sowie über keine verwertbare Berufsausbildung verfügen.
  • Die „Neu-Arbeitnehmer“ werden nach Aufnahme der Beschäftigung durch einen Coach intensiv begleitet und unterstützt, um die Nachhaltigkeit der Arbeitsaufnahme zu gewährleisten.
  • Bei begründetem Bedarf kann das Jobcenter zudem einfache arbeitsplatzbezogene Qualifizierungen finanzieren oder Mobilitätshilfen wie zum Beispiel Pendelkosten gewähren.
  • Für die Arbeitslosen ist die Teilnahme an dem Programm ausdrücklich freiwillig. Arbeitgeber bekommen daher motivierte Bewerber, die arbeiten wollen und dankbar sind, eine neue berufliche Chance zu bekommen.
Einen Infoflyer, die Liste  mit Ansprechpartnern, Details zu Fördervoraussetzungen und was sie von der Teilnahme an dem Programm erwarten können, finden Arbeitgeber hier.

Soziale Teilhabe am Arbeitsmarkt

Bis zu 80 besonders marktfernen langzeitarbeitslosen Arbeitslosengeld II-Empfängern will das Jobcenter Gießen mithilfe des Bundesprogramms "Soziale Teilhabe am Arbeitsmarkt" eine Perspektive bieten.

Im Mittelpunkt steht nicht die unmittelbare Integration von erwerbsfähigen Hilfebedürftigen in den ersten Arbeitsmarkt, sondern die Förderung der sozialen Teilhabe als Wegbereiter für eine langfristige Heranführung an die Arbeitswelt. Der Fokus liegt auf Langzeitarbeitslosen, bei denen trotz intensiver Bemühungen eine Integration in Arbeit bisher nicht möglich gewesen und absehbar auch nicht realistisch ist.

Die förderfähigen Beschäftigungsverhältnisse sind sozialversicherungspflichtig, allerdings ohne Arbeitslosenversicherung. Sie müssen zudem im öffentlichen Interesse liegen sowie zusätzlich eingerichtet und wettbewerbsneutral sein. Im Übrigen gelten natürlich das Mindestlohngesetz sowie tarifliche Regelungen. Die Einsatzmöglichkeiten reichen von der Tätigkeit als Bibliothekshelfer, über die Mitarbeit bei Angeboten in sozialen Einrichtungen, Hilfstätigkeiten in Museen oder in der Flüchtlingshilfe.

Die maximale Fördersumme für Arbeitgeber beträgt bei einer Arbeitszeit von 30 Wochenstunden 1320 Euro monatlich. Um familiäre oder gesundheitliche Einschränkungen zu berücksichtigen, ist ein Einstieg mit einer Wochenarbeitszeit von 15 Stunden möglich, die bei Bedarf natürlich stufenweise erhöht werden kann. Die Beschäftigungsverhältnisse können bis maximal zum Projektende am 31. Dezember 2018 gefördert werden.

Das Jobcenter bietet – bei Bedarf – flankierende Maßnahmen an, um die Menschen bei der Bewältigung Ihrer neuen Herausforderung zu unterstützen und das Arbeitsverhältnis zu stabilisieren. Hierzu zählen zum Beispiel Hilfe bei der Suche nach einer Kinderbetreuung oder die Einschaltung von Fachdiensten, um gesundheitliche Probleme abzuklären.

  • Interessierte Arbeitgeber (vor allem Kommunen und Vereine) finden alle wichtigen Informationen in unserem Info-Flyer zusammengefasst.
Ansprechpartner im Jobcenter Gießen ist Fallmanager Jens Olaf Kersten. Er berät unverbindlich zu Fördermodalitäten und unterstützt Arbeitgeber bei der Antragstellung. Jens Olaf Kersten ist erreichbar unter Tel.: 0641 / 9393 – 724 und per E-Mail: jobcenter-giessen.soziale-teilhabe@jobcenter-ge.de